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Erbschaftssteuer sparen

Erbschaftssteuer sparen
Immobilienvermögen jetzt noch vor anstehenden Gesetzesänderungen verteilen.


Die den Immobilienerwerb derzeit noch begünstigenden Bewertungs- und Erbschaffssteuergesetze stehen seit geraumer Zeit auf dem Prüfstand.

Seit etwas mehr als 2 Jahren ist beim Bundesverfassungsgericht eine Vorlage des höchsten deutschen Steuergerichtes, des Bundesfinanzhofes, anhängig, der das Bewertungs- und Erbschaftssteuerrecht in Bezug auf Immobilienzuwendungen für verfassungswidrig erachtet, weil nach zur Zeit noch geltenden Bestimmungen der Wert von Immobilien im Erb- und Schenkungsfall nur etwa halb so hoch bewertet wird wie Geldvermögen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Hinzu kommt, dass Schleswig-Holstein bereits eine Gesetzesinitiative zur Änderung des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechtes durch den Bundestag tätigte.

Schon im Hinblick darauf wird man davon ausgehen können, dass es nun relativ kurzfristig zu neuen Regeln der Bewertung von vererbten und verschenkten Immobilien kommen wird.

In der Diskussion ist, die Bemessungsgrundlage für Immobilien deren tatsächlichem Marktwert anzupassen, wonach dann vor allem in der Region München und Umgebung das deutliche Risiko bestehen wird, künftig weitaus höhere Steuern auf Häuser und Grundstücke zahlen zu müssen.

Haus- und Grundstückseigentümer sollten daher ernsthaft überlegen, zur Wahrung der Familienhabe ihre Immobilien noch rechtzeitig „mit warmer Hand“ zu verteilen.

Hierbei sollte erwogen werden, dem Ehegatten Eigentum oder Miteigentum an einem im Inland gelegenen Familienwohnheim zuzuwenden, was nach § 13 Abs. 1 Nr. 4a ErbStG steuerfrei bleibt und ferner den Vorteil mit sich bringt, dass die Kinder künftig dann insoweit von beiden Eltern erwerben und den Freibetrag von derzeit EUR 205.000,00 im Verhältnis zu jedem Elternteil ausnutzen können. Ansonsten dürfen Ehegatten EUR 307.000,00 steuerfrei erben. Für die über die derzeitigen Freibeträge hinausgehenden Werte gelten für die Erbschaftssteuer Steuersätze in der Steuerklasse 1 von 7% – 30%, in der Steuerklasse 2 solche von 12% - 40%, die in der Steuerklasse 3 17% - 50% betragen. Zur Steuerklasse 1 zählen insbesondere der Ehegatte, die Kinder und Stiefkinder sowie die Enkelkinder; zur Steuerklasse 2 werden bei Schenkungen u. a. die Eltern und Voreltern und die Geschwister wie aber auch der geschiedene Ehegatte gerechnet.

Auch für Schenkungen gelten die Freibeträge. Die Freibeträge können alle 10 Jahre erneut in Anspruch genommen werden.


Der Erblasser bzw. Schenker kann sich Gegenleistungen vorbehalten, insbesondere den Nießbrauch oder ein lebenslanges Wohnrecht wie aber auch Rückforderung bei Vorliegen bestimmter Gründe wie z. B. Scheidung oder Insolvenz.

Auch können sog. gemischte Schenkungen in Betracht kommen.
Pauschallösungen für solche Regelungen gibt es nicht, daher sollte mit dem fachkundigen Anwalt oder Steuerberater gesprochen werden.

Fehlende oder gar falsche Beratungen können bei Privatleuten das Familienvermögen merklich mindern und bei Unternehmen und Betrieben sogar deren Existenz gefährden.

Rechtzeitige Regelungen durch Experten sind daher angezeigt.

Prof. Dr. jur. Helmut Greulich
Rechtsanwalt
vereidigter Buchprüfer
Immobilienwirt Dipl. VWA
Professor für Wohnungs- und
Immobilienwirtschaft
Lehrbeauftragter für Baurecht

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